Dienstag, 24. März 2009

Stückkostenmodell - Festpreis für Kfz-Versicherung

Stückprämien-Modelle bzw. Stückkosten-Modelle sind bei Kfz-Versicherungen ziemlich rar. Sie können, wenn sie denn funktionieren, sparen helfen: die Versicherten sparen Prämie, Vermittler und Versicherer sparen Verwaltungsaufwand. Vorteile für alle Beteiligten, wie es scheint … Warum werden solche Modelle also nicht häufiger angeboten? Stückprämien-Modelle basieren auf einer speziell für sie zugeschnittenen Konzeption. In die Entwicklung der Konzeption steckt man die Arbeit, die das Modell hinterher sparen soll. Neben konkurrenzfähigen Prämien werden Filter benötigt, die aus der Gesamtmenge der Autofahrer die Teilmenge herausfiltert, für die die Konzeption entwickelt wird.
Die Idee ist simpel – und so soll sie auch sein. Stückkosten-Modelle (wie der Name nahe legt) gehen einfach vom „Stück“ Kfz aus. Auf diese Weise wird quasi eine Standardprämie für alle Fahrzeuge festgelegt. Versicherte und Versicherer haben eine transparente Kalkulationsbasis: Fahrzeuge abzählen, Anzahl mit der Prämie multiplizieren – und schon weiß man, was die Kfz-Flotte pro Jahr an Versicherungsprämie kostet. Aber: So einfach ist es natürlich nicht. Ein paar Unterschiede müssen gemacht werden. Kleine, leistungsschwächere Fahrzeuge sind regelmäßig preiswerter in Anschaffung und Reparatur, also auch im Schadenfall für den Versicherer erheblich billiger als die PS-starken Boliden aus der Oberklasse. Also wird differenziert: etwa nach Anschaffungspreis, Motorleistung oder Hubraum.
Außerdem hat der Versicherte die Wahl zwischen Teilkasko und Vollkasko sowie Schutzbrief „ja“ oder „nein“. Auch hier wird differenziert und es ergeben sich Unterschiede in der Prämie zwischen Basisversion und Komplettversion. Soweit, so unkompliziert. Aber damit das Stückkosten-Modell funktioniert, muss noch eine wesentliche Bedingung erfüllt sein: Man braucht Versicherte, die möglichst wenig Schäden produzieren. Das gilt zwar für alle Versicherungen, im Kfz-Bereich allerdings verschärft. An diesem Punkt müssen die Filter greifen. Die Selektion der erwünschten Klientel! Um die Schadenquote und damit die Versicherungsbeiträge eines Stückprämien-Modells niedrig zu halten, muss man besonders schadenträchtige Autofahrer-Gruppen meiden. Das gelingt etwa dadurch, dass man das Versicherungsangebot auf bestimmte Berufsgruppen oder Branchen einschränkt, deren Schaden-Statistik man kennt. Doch der „richtige“ Beruf allein reicht nicht, denn auch in solchen Gruppen gibt es „schwarze Schafe“ mit stolzen Schadenbilanzen. Um die „außen vor“ zu halten, muss der Versicherte mindestens die Schadenfreiheitsklasse 3 erreicht haben. Eine Berechnung dafür könnt Ihr einfach mal selber vornehmen: www.dieBerater.de/Stueckkostenmodell


4 Kommentare:

  1. Ich habe mal den Vergleich mit meiner aktuellen Kfz-Versicherung gemacht und käme hier auf 45% weniger Beitrag. Leider gehöre ich nicht zu den angegeben Berufsgruppen. Hat jemand einen Tipp wo solche Stückkostenmodelle noch angeboten werden oder bleibt nur die Möglichkeit die Versicherungen immer wieder zu vergleichen?

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  2. Es gibt Versicherungen die auch noch Stückkostenmodelle anbieten. Kann man aber nicht so richtig vergleichen. Versuch es mal hier, da habe ich eine abgeschlossen. info@ansfeld.de

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  3. danke für den Tipp, habe mal auf i4car.de geguckt... aber zugegebener Maßen finde ich das dort ziemlich umständlich ... vor allem hat man nicht sofort ein Ergebnis/Vorteil

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